Im Allgemeinen werden Speicherressourcen jeder Anwendung separat zugewiesen. Da der Administrator im Voraus nicht
genau sagen kann, wie sich der Platzbedarf einer Applikation exakt entwickeln wird, weist er sicherheitshalber einen
ausreichend großen Speicherbereich zu. Regelmäßig benötigt die Anwendung dann auch im Laufe eines langfristigen
Betriebs lediglich einen relativ kleinen Teil davon. Im Ergebnis bleibt ein Großteil der Kapazität ungenutzt.
Mit dem intelligenten Storage Management des OSL Storage Cluster hingegen gibt es keine vergeudeten Über- oder
Restkapazitäten. Unser Gerätetreiber ermöglicht die Bildung virtueller Volumes aus unterschiedlichen Platten bzw.
LUNs. Dabei kann ein Volume bei Bedarf durchaus aus physisch getrennten Disks unterschiedlicher Speichersysteme
bestehen. Platten können aber keineswegs nur komplett zusammengefügt werden. Es ist genauso möglich, beliebig große
Volumes auszuschneiden oder Teile einzelner Platten (beispielsweise Verschnittmengen) zusammenzufassen.
OSL geht hier noch einen Schritt weiter, als man es vom Konzept des Thin Provisioning kennt. Es muss der Applikation
kein nur virtuell vorhandener Speicher vorgegaukelt werden. Der Administrator kann seine Volumes bei Bedarf einfach
vergrößern. Dank der verschnittfreien Allokation gehört die Verschwendung teuerer RAID-Ressourcen der Vergangenheit
an. Darüber hinaus wird die Software erhöhten Performanceansprüchen durch die Möglichkeit des Stripings gerecht.
Cluster sind allgemein als sehr geeignete Lösungen für Hochverfügbarkeit und Ausfallsicherheit anerkannt. Doch haftet ihnen,
zum Teil als Erblast althergebrachter Konzepte, der Makel an, "elitär und komplex", damit gerade für kleinere
Installationen ungeeignet und ohnehin schwer beherrschbar zu sein. OSL räumt mit diesen Vorurteilen auf. Anders als viele
Wettbewerbslösungen benötigt der OSL Storage Cluster keine auf Standardnetzwerktechnik aufsetzende dedizierte und redundant
ausgelegte Cluster-Interconnect-Verbindung. Mithilfe von im ausfallsicheren RAID-System abgelegten Informationen
(Cluster-Datenbank) kommunizieren die Knoten über die Datenkanäle (z.B. FC-SAN) miteinander. Die dabei ausgetauschten
Daten belegen selbst bei nicht mehr ganz zeitgemäßer Speichernetz-Hardware einen kaum messbaren Anteil der zur Verfügung
stehenden Bandbreite, von modernen SANs ganz zu schweigen.
Erreicht wird damit nicht zuletzt eine deutliche Verringerung der durch den Administrator zu verwaltenden Komplexität. Ganz
nebenbei erledigt sich die Software durch dieses Konzept des clustertypischen Problems, dass man bei einem Ausbleiben des
Heartbeats nie ganz genau sagen kann, ob tatsächlich die fraglichen Knoten fehlerhaft sind oder ob nur der Interconnect gekappt
wurde. Mit klarer Befehlssyntax, zentraler Administration von jedem beliebigen Clusterknoten aus und durchweg einheitlichen
Gerätenamen besticht der OSL Storage Cluster mit weiterer Bediensicherheit anstatt unnötiger Komplexität.
Herkömmliche Clusterlösungen setzen in aller Regel auf Standby-Maschinen, die für den Fall bereitstehen, dass ein
produktiver Server den Dienst quittiert. Man spricht hier je nach Betriebszustand des vorzuhaltenden Rechenknechts
von Active/Active- oder Active/Passive-Clustern. Um eine hochverfügbare Konfiguration zu erhalten, zahlt man dabei
einen recht hohen Preis: Man muss stetig aktuelle Hardware vorhalten, die man im Regelbetrieb an und für sich nicht
braucht.
Auch an dieser Stelle geht OSL einen alternativen Weg. Mit dem OSL Storage Cluster können Sie Ihren Anwendungen
eine Priorität zuweisen. So lassen sich beispielsweise produktive betriebswirtschaftliche Applikationen höher, Test-
oder QS-Systeme entsprechend niedriger priorisieren. Sollte es nun etwa zum Ausfall eines produktiven Servers kommen,
wird diese auf den Server mit der am niedrigsten priorisierten Applikation geschwenkt. Die weniger wichtige
Applikation hingegen wird heruntergefahren und neu gestartet, sobald im Cluster wieder ausreichend Rechenkapazität
zur Verfügung steht.
Unterstützt wird diese intelligente Anwendungsmigration durch ein ressourcenbasiertes Selbstmanagement. Die Software
ermittelt automatisiert per Benchmark, ob die Rechenleistung eines Servers für eine Anwendung hinreichend ist und
weist dementsprechend auf Wunsch Anwendungen selbstständig den zur Verfügung stehenden Rechnern zu.
Weitere Informationen zum Thema Hochverfügbarkeit finden sich auf den
Lösungsseiten.
Üblicherweise wird im professionellen IT-Betrieb für jede produktive Applikation ein eigener Server genutzt. Doch dafür
besteht nun wirklich keine Notwendigkeit! Schließlich sind moderne Rechenknechte mittlerweile so leistungsfähig geworden,
dass Sie in den meisten Fällen locker die Last mehrerer Anwendungen wegstecken könnten.
Dazu ist allerdings ein leistungsfähiges Framework vonnöten, das die verschiedenen Anwendungen getrennt voneinander am
Laufen hält. Gegenwärtig nutzt man dazu üblicherweise virtuelle Maschinen. Doch gerade bei wichtigen Problemfeldern, die
den gemeinen IT-Admin einen Großteil seiner Zeit beschäftigen, haben sie nach wie vor eminente Schwächen. So wissen VMs
in Sachen Backup, Restore und Recovery mitunter wenig zu überzeugen.
OSL Storage Cluster bietet Ihnen mit dem Konzept der Virtual Runtime Environments eine interessante Alternative. Nahtlos
in die Betriebssystemumgebung integriert, sind so überzeugende Lösungen für ebendiese Problemstellungen möglich.
Darüber hinaus ist in aller Regel auch eine vollständige Integration mit Ihrer Backup-Lösung möglich. Nähere
Informationen zum Thema Backup finden sich auf den Lösungsseiten. Als nicht zu
unterschätzende Dreingabe erhält der OSL-Anwender eine Umgebung, in der durch die konsequente Umsetzung des
Clustergedankens die Anzahl der zu administrierenden Objekte im Vergleich zu anderen Technologien erheblich
verringert wurde. Damit wird Komplexität reduziert und Bediensicherheit geschaffen.
Der OSL Storage Cluster verwirklicht konsequent ein Konzept zentraler und einfach zu verstehender Administration.
Die gesamte Hochverfügbarkeitsumgebung lässt sich von jedem beliebigen Cluster-Knoten aus verwalten. Geräte und
Pfade sind dabei, egal von welchem Host die Informationen abgerufen werden, identisch bezeichnet. Auch die
Nomenklatur für virtuelle Volumes kann frei definiert werden. Wo Wettbewerbslösungen mit ebenso künstlerisch
wertvoll wie verwirrend animierten Browser-Fenstern und damit verbundenen Klick-Orgien aufwarten, überzeugt der
OSL Storage Cluster mit einer klaren Kommandozeilen-Syntax. Das schafft Übersichtlichkeit und hilft, auch in
komplexen Strukturen sowie kritischen Situationen, den Durchblick zu bewahren.
OSL-Kunden wissen in aller Regel besonders die durchweg bedarfsgerecht gestalteten Übersichten und deren
Bearbeitungsmöglichkeit mit Standard-Unix-Tools zu schätzen. Wer dennoch eher den Komfort verständlicher,
curses basierender, Menüstrukturen präferiert, kann natürlich auch auf solche Features zurückgreifen.
Moderne betriebswirtschaftliche Software ist ein Segen für Kaufmannschaft und Management. Doch leider taugt sie auch
immer wieder dazu, mit umfangreichen Datenbankabfragen jeglichen I/O im SAN zu blockieren. Um solche Situationen
besser beherrschen zu können, oder besser noch, gar nicht erst aufkommen zu lassen, ist im OSL Storage Cluster 3.1
eine Bandbreitensteuerung integriert. Damit lassen sich für einzelne Volumes oder komplette Applikationen strikte
Bandbreitenlimitierungen definieren oder Begrenzungen einstellen, die erst bei vollständiger Auslastung des
Speichernetzes greifen. In der Konsequenz bleiben alle Systeme stets administrierbar. Produktive Anwendungen werden
nicht länger vollständig ausgebremst.
Ein ganz wesentlicher Anwendungsfall dieser Funktion existiert allerdings abseits des Nutzer-Datenverkehrs. Mit der
Bandbreitensteuerung lässt sich der Ressourcenbedarf von Synchronisations-Operationen für Spiegeldaten effektiv
einschränken, sodass auch bei solch lastintensivem Datenverkehr ein problemloser Betrieb der produktiven Anwendungen
möglich bleibt.
In den vergangenen Jahren haben viele Anwender in RZ-Konzepte mit Backup-to-Disk (B2D) investiert - ein Trend, der nach wie vor
ungebrochen ist. In der Tat bringt B2D, etwa in Form von Virtual Tape Libraries, einige Vorteile mit sich: Online-Backup,
Entlastung des Speichernetzes und durch Streaming der Bänder eine materialschonende sowie performante Tape-Sicherung.
Dennoch werden an dieser Stelle die wirklichen Vorteile einer Festplatten-Backup-Lösung längst nicht ausgeschöpft. Warum kann
der produktive Zugriff im Katastrophenfall nicht direkt auf ein Backup-Anwendungs-Image erfolgen? OSL geht konsequent diesen
Weg. Falls der produktive Storage ausfällt, stehen im Sekundärspeicher ständig zugreifbare Applikations-Images bereit, auf
welche die Server sofort umschwenken können. Durch eine intelligente Konstruktion asynchroner Spiegel der Applikation und
synchroner Spiegel von Log-Dateien bieten wir für zahlreiche Anwendungen ein äußerst performantes und ohne Transaktionsverluste
arbeitendes Backup-Konzept.
Zum Testen und Weiterentwickeln werden in kommerziellen Rechenzentren regelmäßig Kopien von Produktivanwendungen
erstellt. Damit geht teils erheblicher Aufwand einher und nicht selten muss Geld für die Unterstützung durch externe
Dienstleister in die Hand genommen werden. OSL Storage Cluster bietet hierfür eine komfortable Funktion. Mit wenigen
Befehlseingaben kann ein Clone aus Applikationen erstellt werden. Die zugehörigen Volumes wählt die Software
automatisch aus und für die passgenaue Integration in Ihre Umgebung sorgt ein leistungsfähiges Toolset.
Um hinsichtlich Kapazität und Performance stetig steigenden Anforderungen gerecht zu werden, ist es in der professionellen
IT unerlässlich, regelmäßig in neue Storage-Hardware zu investieren. Für die Datenmigration vom Alt- in Neusysteme sind
allerdings Downtimes einzuplanen. Möglichkeiten diese zu umgehen existieren mittlerweile in nenneswerter Zahl. Doch nicht
selten sind diese mit einem kostspieligen Einsatz zusätzlicher Hardware verbunden oder nur in langwierigen Projekten durch
externe Dienstleister zu erbringen.
Bei Einsatz des Extended Data Management (XDM) des OSL Storage Cluster bekommt der Anwender ohne weitere Kosten ein
leistungsfähiges Toolset zur Online-Migration von Daten an die Hand. Anders als die meisten verfügbaren Lösungen glänzt
die Variante von OSL mit durchweg leicht verständlicher und eingängiger Bedienbarkeit, sodass der Administrator nicht mehr
zwingend durch externe Dienstleister unterstützt werden muss.
OSL bietet individuellen Support, wahlweise in deutscher oder englischer Sprache. Jedem Kunden wird ein Systemingenieur
zugeordnet, der sowohl die Ansprechpartner als auch die Systemumgebung des Anwenderunternehmens kennt. Damit können
Support-Anfragen unkompliziert, zügig und absolut kompetent im Sinne des Kunden erledigt werden. Die Support-Hotline
von OSL ist 7 x 24 h erreichbar. Es werden äußerst kurze Reaktionszeiten von bis zu einer Stunde
angeboten. Durch eine Besetzung der Rufbereitschaft mit hochqualifizierten Systemingenieuren werden aufgetretene
Probleme häufig direkt am Telefon gelöst. Für Kunden außerhalb des deutschen Sprachraums wird der Support durch den
autorisierten OSL-Servicepartner Fujitsu Technology Solutions (Luxemburg) S.A. erbracht. Fujitsu Technology Solutions
(Luxemburg) S.A. hat dafür eine Hotline geschaltet und hält qualifizierte personelle Ressourcen bereit.